Umwelt & Nachhaltigkeit

Eine Nachhaltige Alpine Ski-WM

Die FIS Alpine Ski WM Schladming 2013 wird in den nächsten Jahren die bedeutendste Sportgroßveranstaltung in Österreich sein – und die mit der größten internationalen Aufmerksamkeit seit der UEFA EURO 2008™.
Der Erfolg von Mega-Events und von Sportgroßveranstaltungen liegt zunehmend auch daran, ob sie neben einer perfekten Organisation auch umweltverträglich und nachhaltig durchgeführt werden und  langfristig positive Auswirkungen auf die Region bzw. das Veranstalterland haben.

Der ÖSV als Veranstalter der Ski WM 2013 ist sich dieser Verantwortung bewusst und bekennt sich deshalb gemeinsam mit der Region Schladming, dem Land Steiermark und der Republik Österreich dazu, die „Ski WM nachhaltig“ auszurichten, im Sinne eines höchstmöglichen Beitrags für Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung. Zudem sollen von Schladming auch positive Impulse für die Zukunft des österreichischen Skisports ausgehen.

Kinder von heute sind die Zukunft des Skisports, deshalb wollen wir sie in die Ski WM mit einbeziehen. Wir stehen für einen gewissenhaften Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Umwelt. Ein positives und verantwortungsvolles Gestalten kann nur im Sinne von Ökologie und Nachhaltigkeit geschehen.

Wir leben österreichische Gastfreundschaft und steirische Herzlichkeit. Die traditionelle Kultur und Lebensart der Region begleitet uns in allen Bereichen. Wir stehen für Teamarbeit und einen respektvollen Umgang miteinander. Alle Mitarbeiter und Helfer sind ein wertvoller Teil der Ski WM.

Um dies zu erreichen, werden 3 Ziele verfolgt, die durch konkrete Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

1. Setzen eines hohen Umweltstandards durch Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

Ziele:

  • Berücksichtigung von „G’scheit feiern“, dem Umweltkonzept für Großveranstaltungen des Landes Steiermark
  • „Zero Waste“ als Leitmotiv
  • Sparsamer Ressourceneinsatz in allen Bereichen

Bisher fixierte Maßnahmen und Projekte:

  • Abfallvermeidung und getrennte Abfallsammlung auf allen Ebenen der Eventorganisation
  • Verwendung von Mehrwegsystemen in sämtlichen Gastronomiebereichen
  • Verwendung von kompostierbarem Einweggeschirr im öffentlichen Bereich
  • Installierung eines Sammelsystems zur einfachen Trennung der Abfälle in die Fraktionen Verpackung und Restmüll (2 Behälter Sacksystem)
    Sortierung und Aufarbeitung sämtlicher Abfälle in der AVA-Aich
  • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern (WM der kurzen Wege).
  • Reduzierter Trinkwasserverbrauch durch sparsame Wasserinstallationen

2. Mobilität – Energie und Klimaschutz

Ziele:

  • Etablierung von Schladming als Energie-Musterregion
  • Bestmöglicher Energiestandard der neuen WM-Bauten
  • Umweltverträgliche Verkehrsangebote vor, während und nach der WM – hoher Anteil des öffentlichen Verkehrs bei den WM-Gästen
  • Dauerhafte Energieeinsparung bei öffentlichen Gebäuden, Tourismusbetrieben und Mobilitätsdienstleistungen

Bisher fixierte Maßnahmen und Projekte:

  • Modellregion Schladming für Energiekompetenz im Tourismus
  • Bestellung einer Nachhaltigkeitskoordinatorin für erneuerbare Energie in der Region Schladming
  • Biomasse-Wärmenetze versorgen die umliegenden Gemeinden
  • Congress Center Schladming mit umweltfreundlicher Haustechnik, einer Photovoltaikanlage, Grauwassernutzung und Schneewasserkühlung
  • Neubau Kläranlage nutzt Eigenenergie und erzeugt Biogas
  • Beleuchtungskonzept Schladming mit Bewegungsmeldern zur Straffung der Energieeffizienz
  • Ausbau einer bedarfsgerechten Verkehrsinfrastruktur im Bereich des öffentlichen Personennah-Regionalverkehrs
  • Umbau Bahnhof Schladming
  • Errichtung einer Park & Ride- und einer Bike & Ride-Anlage
  • Leuchtturmprojekte in Form von Stromtankstellen und Bereitstellung von Elektrofahrrädern und Elektromopeds.

3. Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und soziale Verantwortung

Ziele:

  • Partizipation und Zukunftsentwicklung
  • Vorteilhafte Impulse für den Tourismus und die regionale Wirtschaft setzen
  • Beteiligung der Jugend an der WM
  • Förderung von Kultur und Wintersport

Bisher fixierte Maßnahmen und Projekte:

  • Schaffung eines regionalen Warenkorbs
  • Lokale Agenda 21 Bürgerbeteiligungsprozesse
  • Plattform Schladming 2030 GmbH zur wirtschaftlich, ökologisch und sozialen Entwicklung über die WM 2013 hinaus
  • ÖSV Jugendkonzept zur Attraktivierung der WM für Jugendliche
  • Netzwerktreffen von 24 Schulen zur aktiven Beteiligung an der WM
    Projekte in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Kunst und Kultur, Persönlichkeitsbildung und Sport
  • Bestellung von Jugendjournalisten
    Aktive Mitarbeit aus Sicht der Jugend, Nutzung der neuen Medien
  • Präsentation der Projekte im Rahmen der WM
  • Professionelle Mediale Aufbereitung der Maßnahmen und Projekte

Der ÖSV als Veranstalter der Ski WM 2013 in Schladming wird mit allen relevanten Beteiligten und Partnern das Nachhaltigkeitskonzept zur Ski WM 2013 in Schladming laufend weiterentwickeln und umsetzen. Im Rahmen der Vor-WM (Weltcup-Finale im März 2012) soll es öffentlich vorgestellt werden.